Stefan Sakuth - Photographie -

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                              Die Kunst ist, es zu sehen!

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About

Studio ist out, denn Studio kann jeder. Leinwand, Lampen, großer Blitz und Bilder ohne Tiefe. Oberflächlich wie Abziehbildchen, beliebig wie Kaufhausmode.

Das was zählt

Was mich interessiert, was für mich zählt, ist die Authentizität, das Echte des Menschen und seiner selbst. Nicht das starre Konzept steht im Vordergrund. Das Shooting selbst birgt alle Kreativität in sich. Daher bewusster Verzicht auf Atelier und Studio.

Meine Aufnahmen entstehen ausnahmslos bei den Porträtierten daheim oder Outdoor in deren eigenem Umfeld, in einer Welt, die Teil des Models und somit Teil seiner Persönlichkeit ist. Das Mögliche, das Bildliche, Surreale oder auch das Sinnliche, ist es, was entstehen soll.

Als Photograph bin ich eher Beobachter, Begleiter und Dokumentar meiner Aufnahmen als der Konstrukteur eines starren Bildes. Photographie als dynamischer Prozess, eine sich stets bewegende und verändernde Situation – der Porträtierte im Mittelpunkt seiner eigenen Handlung als Ausdruck seiner Selbst.

Viele meiner Protagonisten entdecke ich mitten im Alltag. Auf der Straße, in der U-Bahn, auf Parties, im Supermarkt. Oft ist es nur eine Kleinigkeit, die mir auffällt, mich fesselt, in den Bann zieht. Ein Lächeln, eine Geste, eine gute Ausstrahlung, das Gewisse Etwas. Wenn ich das Besondere im Gegenüber erahne, spreche ich die Menschen an.

Danach steht jedem frei, sich frei zu entscheiden, ob es zu einer Zusammenarbeit kommt. Selbst dann kann noch einige Zeit ins Land ziehen bis es „klick“ macht und die entscheidende, im Idealfall gemeinsam erarbeitete Idee photographisch umgesetzt wird, die zur Persönlichkeit der/des Angesprochenen passt.

Doch weil die besten Ideen nach wie vor beim Shooting selbst entstehen, sind die besten Shootings auch oft die, die spontan sind, ohne starres Handlungskonzept. Ohne Studio bleibt Raum zur freien Assoziation. Keine Eingrenzung durch Räumlichkeiten. Das Shooting selbst birgt alle Kreativität in sich! Freie Möglichkeiten in allem. Eins kommt zum anderen: Haut, Stoff, Licht, Schatten, Gedanken, Assoziationen, Motive und Locations.

Motive der Sinnlichkeit, Lust und Liebe als Essenzen des Lebens, des Menschen, der Persönlichkeit durch das, was wir sehen, nicht sehen, erkennen. Es ist wichtig, dass Modelle auch bereit sind Haut zu zeigen, denn Erotik ist Ausstrahlung, Persönlichkeit, natürlichstes Menschsein ...und das macht den Menschen in der Photographie erst interessant.

Gelegentlich, nicht immer, bitte ich daher ein Model, sich in unverhüllter Natürlichkeit zu zeigen und sie machen es. Nicht alle, aber überraschend viele, denn sie wissen, es geht um Kunst. Sie alle wissen, dass das gute Bild die Sinne reizt, eine Geschichte erzählt, anstößt oder auch Anstoß erregt. Und nach anfänglichem Zögern genießen sie die Lust, sich in sinnlichen Posen zu zeigen. Keines der Models hat es je bereut. Denn sie bleiben sich treu und werden durch meine Aufnahmen für einen unendlichen Augenblick lang dargestellt in einer Momentaufnahme ihrer Selbst.

Und das Rätsel dessen, was wir sehen, was wir nicht sehen und was die Kamera sieht, müssen wir als Zuschauer letztendlich selbst lösen.

Die Kunst lehrt uns, nicht wie Blinde durch die Welt zu stolpern, sondern zu sehen.

Stefan Sakuth

P.S.: Immer wieder erreichen mich Anfragen von Frauen, ob ich nicht ein paar Photographien von ihnen machen könne, Freunde und Bekannte seien der Meinung, sie seien so photogen. Daher zur Klarstellung: Nur weil du vielleicht gut aussiehst, heißt das noch lange nicht, dass ich dich auch photographiere. Ohne Ausstrahlung, ohne das Gewisse Etwas bist du reizlos für mich, egal, was die anderen über dich sagen. Ich bin wählerisch. Daher: Keine Eigenbewerbungen!

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