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About
Als Photograph bin ich zugleich Beobachter, Begleiter und Dokumentar einer sich ständig wandelnden Gegenwart. Photographie ist ein dynamischer Prozess, eine sich stets bewegende und verändernde Situation. Der Alltag, die Szene, die Kunst es zu sehen, kreiert aus dem Bild erst die Photographie. Das Leben selbst ist das Motiv, der Photograph der Maler.
Was mich interessiert, was für mich zählt, ist Authentizität. Die Realität vor und hinter den Haustüren dieser Welt. Das Echte des Menschen und seiner Selbst. Nicht das starre Konzept steht im Vordergrund. Die Photographie selbst birgt alle Kreativität in sich. Daher bewusster Verzicht auf Atelier und Studio.
Meine Aufnahmen entstehen entweder direkt auf der Straße, bei den Porträtierten daheim oder in deren eigenem Umfeld, in einer Welt, die Teil des Models und somit Teil seiner Persönlichkeit ist. Das Mögliche, das Bildliche, Surreale oder auch das Sinnliche, ist es, was entstehen soll.
Viele meiner Protagonisten entdecke ich spontan mitten im Alltag: Auf der Straße, in der U-Bahn, im Supermarkt. Oft nur sind es Kleinigkeiten, die einem Menschen, einer Situation etwas Besonderes geben, mich fesseln und in den Bann ziehen. Nicht jeder lässt sich auf eine Zusammenarbeit ein, doch mit all denen, die sich vor die Kamera trauen, entstehen neue Bilder der Wirklichkeit.
Und letztendlich müssen wir als Zuschauer das Rätsel dessen, was wir sehen, was wir nicht sehen und was die Kamera sieht, selbst lösen. Die Kunst lehrt uns, nicht wie Blinde durch die Welt zu stolpern, sondern zu sehen.
Stefan Sakuth März 2011
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